Geschrieben von Annette Schuler
Studierte Journalistin | Beauty & Frauengesundheit
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Objektiv
Pigmentflecken entstehen durch eine ungleichmäßige Verteilung oder übermäßige Produktion von Melanin, dem Farbpigment unserer Haut. Die häufigste Ursache ist UV-Strahlung. Wer sich oft und ungeschützt der Sonne aussetzt, fördert eine verstärkte Melaninbildung, die zu Flecken führen kann. Aber auch hormonelle Veränderungen, etwa während der Schwangerschaft oder durch die Einnahme der Antibabypille, können zu Pigmentveränderungen beitragen.
Ein weiterer Faktor sind Hautirritationen oder Entzündungen, beispielsweise durch Akne. Wenn die Haut an einer entzündeten Stelle heilt, kann sich dort überschüssiges Melanin ansammeln und dunkle Flecken hinterlassen. Zudem zeigt sich mit zunehmendem Alter eine langsamere Hauterneuerung, wodurch Pigmentstörungen sichtbarer werden.
Ein hoher Lichtschutzfaktor (LSF 30 oder höher) ist die wirksamste Methode, um UV-bedingte Pigmentstörungen zu verhindern. Dabei reicht es nicht aus, Sonnenschutz nur im Sommer zu verwenden – auch im Winter sind UV-Strahlen aktiv, und selbst an bewölkten Tagen gelangen sie durch die Wolkendecke.
Zusätzlich kann eine Hautpflege mit Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin E helfen, freie Radikale zu neutralisieren und die Haut zu schützen. Diese Inhaltsstoffe haben außerdem einen leicht aufhellenden Effekt auf bereits bestehende Flecken.
Auch sanfte Fruchtsäure-Peelings sind eine beliebte Methode zur Vorbeugung. Sie entfernen abgestorbene Hautzellen, regen die Zellerneuerung an und können so das Risiko neuer Pigmentflecken verringern. Hier raten Dermatologen dazu, mit milderen Säuren wie Milchsäure zu beginnen, um die Haut langsam daran zu gewöhnen.
Immer wieder kursieren Hausmittel gegen Pigmentflecken – doch viele davon sind nicht nur wirkungslos, sondern können der Haut sogar schaden.
Dermatologen warnen insbesondere vor Methoden wie Zitronensaft oder Apfelessig. Diese enthalten Säuren, die die Hautbarriere angreifen, sie empfindlicher gegenüber UV-Strahlung machen und die Pigmentierung dadurch sogar verstärken können.
Auch Peelings mit Backpulver oder anderen aggressiven Hausmitteln sind nicht empfehlenswert, da sie zu Rötungen, Irritationen und Trockenheit führen können.
Stattdessen raten Experten zu einer gezielten Pflege mit medizinisch erprobten Wirkstoffen.
Moderne Hautpflegeprodukte enthalten Wirkstoffe, die Pigmentflecken reduzieren können. Dermatologen empfehlen vor allem:
Wer mit solchen Wirkstoffen arbeitet, sollte konsequent auf täglichen Sonnenschutz achten, da die Haut durch aufhellende Produkte empfindlicher gegenüber UV-Strahlung wird.
Sind Pigmentflecken besonders hartnäckig, können dermatologische Behandlungen helfen. Dermatologen setzen je nach Hauttyp und Art der Flecken verschiedene Methoden ein:
Wichtig ist, dass nach solchen Behandlungen die Haut besonders gut vor UV-Strahlung geschützt wird, um erneute Pigmentierung zu vermeiden. Dermatologen empfehlen, diese Verfahren vorzugsweise in den Herbst- und Wintermonaten durchführen zu lassen, wenn die Sonnenintensität geringer ist.
Pigmentflecken sind meist harmlos, können aber als störend empfunden werden. Die beste Strategie ist eine Kombination aus Vorbeugung und gezielter Pflege. Ein konsequenter Sonnenschutz ist das wirksamste Mittel, um neue Pigmentierungen zu verhindern. Wer bereits Flecken hat, kann mit bewährten Wirkstoffen wie Niacinamid oder Vitamin C eine deutliche Verbesserung erzielen. Für besonders hartnäckige Pigmentflecken bieten dermatologische Behandlungen wie Laser oder Peelings effektive Lösungen.
Wichtig ist, realistische Erwartungen zu haben: Pigmentflecken lassen sich nicht über Nacht entfernen, sondern erfordern eine kontinuierliche Pflegeroutine. Mit Geduld und den richtigen Maßnahmen kann jedoch ein sichtbar ebenmäßigeres Hautbild erreicht werden.
Quellen:
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